Arjouni, Jakob — Happy Birthday, Türke

Schmöker von Arjouni lie­gen bei mir auch wohl schon seit den 90ern im Schrank und we­den be­stän­dig nicht ge­le­sen. Jetzt ha­be ich mir mal sein Debüt auf’s Handy ge­la­den und flott in un­be­ob­ach­te­ten Momenten durch­geschmö­kert.

Zum Schmökern hat sich der Schinken Werbelink zu Amazon

auch ganz gut ge­eig­net, wenn auch die Lektüre stark in den 80ern ver­haf­tet ist und nicht son­der­lich tief­grün­dig, da­für flott er­zählt ist. Arjouni er­fin­det das Rad nicht neu, schreibt aber so et­was wie ei­nen gu­ten Tatort. Darf man le­sen oder auf DVD an­schau­enWerbelink zu Amazon .
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Akunin, Boris — Der Magier von Moskau

Merkwürdige Übersetzung des Buches, das im Russischen Die Liebhaberin des Todes heißt und so­mit die Nähe zum nach­fol­gen­den Buch, Die Liebhaber des Todes, klar macht. Überhaupt wun­dert es mich, dass dies das ers­te Buch ist, dass ich von Akunin be­spre­che.

Dieser Kriminalroman han­delt von ei­nem Selbstmöderclub in Moskau. Klingt nicht son­der­lich span­nend ? Ist es auch nicht. Nach dem Erstling ist Akunin ge­ne­rell die Leichtigkeit, Spannung und na­he­ge­hen­de Charaktere zu ver­bin­den, ab­han­den ge­kom­men.

Mag man da­her den Erstling noch für Literatur hal­ten, ist die­ser 9. Fandorin-Roman Durchschnittskrimiware. Nicht wirk­lich schlecht, aber nur für Fans.

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Binding, Tim — Cliffhanger

Dieser Kriminalroman wur­de in England nur un­ter dem Pseudonym T.J. Middleton ver­öf­fent­licht. Nicht wun­dern al­so, wenn man un­ter dem Titel der deut­schen Ausgabe nichts in eng­li­scher Originalsprache fin­det.

Cliffhanger ist ei­ne char­man­ter Krimi mit ty­pisch brit­schem Humor, da­bei nicht so steif, wie ei­ni­ge Verfilmungen eng­li­scher Krimis ge­ra­ten sind. Anfangs hat die flap­si­ge Geschichte was von Ingrid Noll, wenn man sol­che Vergleiche zu­las­sen möch­te. Im wei­te­ren Verlauf plät­schert das Buch leicht­fü­ßig vor sich hin und ist am Ende viel­leicht et­was lang ge­ra­ten. Aber das sei der amü­san­ten Handlung ein­fach mal ver­zie­hen.

2011 folg­te der Nachfolgekrimi Fishnapping, der bes­ser nicht zu­erst ge­le­sen wer­den soll­te.

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Larsson, Stieg — Verblendung

Stieg Larssons Verblendung hab ich in­zwi­schen durch, fand den Schmöker aber span­nungs­arm und 300 Seiten zu lang. Das Hörbuch von Dietmar Bär ist ganz lus­tig. Die Verfilmung halt ein et­was bes­se­rer ZDF-Sonntagabend-Krimi, wo­bei die Figuren ei­gent­lich ei­ne an­de­re Psychologie auf­wei­sen, die et­was ver­stö­rend ist, wie ich fin­de :

Der Hauptdarsteller ist Ende, nicht Anfang 40 und ich fin­de, das sieht man ihm auch an. Insofern passt er mei­ner Meinung nach nicht zu Lisbeth. Und dass die spä­ter auf­tre­ten­de Harriet Vanger 15 Jahre äl­ter sein soll, neee, das passt nicht. Lisbeth bringt Martin Vanger auch eher halb­wegs um, auch ko­misch.

Also ei­gent­lich muss man die Story an­ders den­ken als die des Buches, das fin­de ich et­was selt­sam, zu­mal es we­nig bringt. Lisbeth ist gut  ge­trof­fen und her­vor­ra­gend ge­spielt, der Rest al­les nur un­span­nend durch­schnitt­lich, aber für ei­ni­ge Gemüter scheint das doch ganz toll zu sein.

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Goldberg, Lee — Mr Monk goes to Hawaii

Mr Monk goes to Hawaii ist das zwei­te Buch der Reihe zur Fernsehserie “Monk”. Die Inhalte der Bücher sind ei­gen­stän­dig, d.h. kei­ne in Buchform ge­press­te Monk-TV-Folge. Wer ist Monk ? Monk ist ein seit dem Mord an sei­ner Frau ge­stör­ter und ent­las­se­ner Polizist, der Kiminalfälle löst, in dem er kleins­te, be­trach­te­te Details aus­wer­tet. Während die­ses ge­naue Betrachten ein Tick ist, der durch­aus hilf­reich ist, sind sämt­li­che an­de­ren Ticks me­schug­ge. Er hat vor di­ver­sen Dingen Angst, rückt un­un­ter­bro­chen schein­bar un­ge­ord­ne­te Dinge in die rich­ti­ge Ordnung und ist an­sons­ten ein lie­be­vol­ler Soziopath. In Mr. Monk goes to Hawaii folgt Monk un­ter Drogeneinfluss sei­ner Assistentin, die die Erzählerin des Buches ist, in ei­nem Flieger nach Hawaii. Dort ver­hin­dert er zu­nächst die Hochzeit ih­rer bes­ten Freundin und in­ter­es­siert sich für ei­nen Todesfall auf der Insel. Ich ver­ra­te kein über­gro­ßes Geheimnis, wenn ich sa­ge, dass er die­sen Todesfall lö­sen wird. Dies ist ja auch kein Krimi, in dem das frag­lich wä­re. Das Wie?, Wer ? und et­was un­be­deu­ten­der das Wer ? steht bei der Auflösung im Vordergrund. Und ne­ben der Auflösung nimmt die Welt Monks, ge­ord­net durch das Ausleben sei­ner Ticks, ei­nen Großteil der Geschichte ein. Und die ist min­des­tens eben­so span­nend. Dies ist si­cher­lich kei­ne Weltliteratur, aber wer den Hauptcharakter mag, wird die­ses Buch mö­gen, so­bald er sich ein­ge­le­sen hat. Die Geschichte ist ver­ständ­lich ge­schil­dert, die eng­li­sche Sprache an­ge­mes­sen leicht, so­mit ide­al für Krimifans und Englischanfänger.
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