Eine Runde Schmökern mit Tatjana Moltchanova

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Hier bei uns in Derendorf ist trotz der ex­plo­die­ren­den Immobilienpreise und dem Anstieg der Möchtegern-Coolness Einiges noch bo­den­stän­dig ge­blie­ben. Dazu ge­hört auch ei­ne von den fünf Filialen des Beschäftigungs- und Arbeitsprojektes “Cash & Raus” in der Kaiserswerther Straße.

Im Rahmen des Projektes wird un­ter an­de­rem Menschen mit so­zia­len Schwierigkeiten ei­ne Qualifikation so­wie ei­ne Integration in die Berufswelt an­ge­bo­ten.

Das Konzept von “Cash & Raus” be­steht dar­in, Möbelspenden ab­zu­ho­len oder Wohnungsauflösungen durch­zu­füh­ren, und an­schlie­ßend das, was noch zu ge­brau­chen ist, in den Filialen zu ver­kau­fen.

Bei den Wohnungsauflösungen ist manch­mal das ei­ne oder an­de­re Buch da­bei, so dass sich im Laufe der Jahre ein be­trächt­li­ches Bücherregel an­ge­sam­melt hat. Oftmals sind es ab­ge­grif­fe­ne Taschenbücher, manch­mal auch Hardcover, und wenn man et­was län­ger rum­schmö­kert, fin­det man das ein oder an­de­re Schätzchen, nach dem man schon län­ger ge­sucht hat. Und das Ganze dann oft­mals zu ei­nem un­schlag­ba­ren Preis von nur 50 Cent.

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Eine Runde Schmökern mit Carsten Herkenhoff

Außer Haus

Wenn ich mal in mei­ne Heimatstadt kom­me, dann mis­te ich ger­ne die Bücherschränke mei­ner Eltern aus und stel­le die an die Luft ge­setz­ten Schmöker in den orts­an­säs­si­gen Bücherschrank. Das gibt ei­nem die Gelegenheit, auch dort mal rein­zu­schau­en, ob was Mitnehmbares ein­ge­stellt wur­de. Das ist in Ibbenbüren zwar nicht son­der­lich oft der Fall, kommt aber vor.

Auf dem Sofa

Gerade bin ich mit Peter Buwaldas Bonita Avenue durch, was schon ein ziem­li­cher Akt war, weil man ei­ner­seits wis­sen woll­te, wo­hin die Geschichte steu­ert, an­de­rer­seits die Geschichte nicht all­zu ein­fach ge­schrie­ben ist und mit­un­ter run­ter­zie­hend. Für den­je­ni­gen, der bei so­was mit­zieht, ist dies ei­ne sehr un­ter­halt­sa­me Lektüre. Auf die Ohren gibt’s ge­ra­de Thomas Manns Der Zauberberg, ge­le­sen von Gert Westphal. Wunderbar.

Lesegeräte

Für un­ter­wegs ha­be ich mei­nen E-Book-Reader, so­wie mein Smartphone. Es ist mein drit­ter E-Book-Reader, Nr. 1 ließ ich beim Zugausteigen in Magdeburg auf dem Fenstersims lie­gen, Nr.2 wur­de im Handschuhfach ei­nes Umzug-LKW ver­ges­sen.

Ich fin­de E-Book-Reader den­noch un­ge­mein prak­tisch, weil ich viel un­ter­wegs bin und nun nicht mehr dut­zen­de Bücher mit­schlep­pe, die ich auch auf dem Reader mit­neh­men kann.

Auf dem Reader schmö­ke­re ich ge­ra­de in Torsten Sträters Der David ist dem Goliath sein Tod. Mich über­rascht, dass man auch oh­ne Sträters Vortrag — ei­gent­lich ist er Slam Poet oder so­was — durch­aus bei den Geschichten zum Lachen ge­neigt ist. Ein paar Geschichten sind auch lahm, oft ist ir­gend­wie kei­ne Tiefe da, aber für un­ter­wegs ist der Schmöker ganz groß­ar­tig. Auf mei­nem Handy fin­det sich ge­ra­de Ferdinand von Schierachs Verbrechen. Das fin­de ich zwar mo­ral­sich et­was ver­lo­ren, aber beim Zahnarzt ist es ei­ne bes­se­re Lektüre als die Lesezirkeldinger. Und da es sich um kur­ze Episoden han­delt, kann man auch nach ei­nem hal­ben Jahr Nichtbeachtung wie­der ein­stei­gen.

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